Beinprothetik

Leistungszentrum für Orthopädietechnik

Die Patienten haben während des stationären Aufenthaltes die Möglichkeit, verschiedene Prothesensysteme zu testen. Die enge Verbindung zur Fachklinik ermöglicht stets eine auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte, optimale Versorgung. Innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen nach dem Amputationseingriff beginnt bereits die Prothesenversorgung. Ermöglicht wird dies durch spezielle, in den letzten Jahren erarbeitete Versorgungsmethoden mit Vollkontakt-Schäften und anatomisch eingebetteten Stumpfweichteilen. Hierdurch werden die noch empfindlichen Wundflächen und Weichteile nicht einer vermehrten Belastung ausgesetzt, sondern einer Bewegungs- und Kompressionsbehandlung zugeführt, die sowohl den Heilungsprozess als auch die Stumpffunktion verbessert. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wird zielgerichtet auf die endgültige, anatomisch angepasste Schaftform hingearbeitet. Dadurch kann eine lediglich schablonenhafte Prothesenschaftversorgung (querovaler Schaft, offenes Schaftrohr) unter allen Umständen vermieden werden. Für den Patienten bedeutet dies einen Zeitgewinn, da sich eine spätere Umstellung von einem Schaftsystem auf ein anderes erübrigt.