Schmerzsyndrom
Patienten mit Schmerzsyndromen
Wissenschaftliche Studien aus dem Fachbereich der Anästhesie weisen nach, dass bei dem operativen Vorgang einer Amputation durch spezielle Narkoseverfahren das Phantomschmerzrisiko deutlich gesenkt werden kann. Zusätzlich ermöglichen spezielle chirurgische Techniken der Nervenversorgung bei Amputationen, Folgeschmerzen zu vermindern oder sogar überhaupt nicht entstehen zu lassen. Nach einer Amputation auftretende Wundschmerzen werden nach den Erkenntnissen der Schmerztherapie in der heutigen Zeit umfassend und ausreichend behandelt.
Langjährig amputierte Patienten mit chronischen Schmerzen kommen häufig in die Klinik in der Meinung, unter "typischen Phantomschmerzen" zu leiden. Hier wird zuerst durch genaue Untersuchungen der Durchblutungssituation, der neurologischen Situation und der Umgebung (Wirbelsäule, Becken und Nachbargelenke) nach den Entstehungsfaktoren der Schmerzen gesucht. Mögliche Ursachen z.B. Prothesenpassprobleme - werden beseitigt und eine entsprechende Schmerztherapie individuell erarbeitet. Diese Therapie zielt darauf ab, Schmerzen zu reduzieren oder ihre Entstehung sogar ganz zu verhindern und eine Strategie zur Bewältigung von nicht vermeidbaren Schmerzen zu entwickeln. Damit kann die Lebensqualität der Patienten spürbar verbessert und eine gut erträgliche Gesundheitssituation erreicht werden.